David Berkowitz
- Son of Sam -
Im Mai 1977 erstellten mehrere Psychiater, unter der Leitung von Dr. Martin Lubin, ein vorläufiges Täterprofil. Bei dem Killer sollte es sich um einen, an paranoider Schizophrenie, erkrankten Mann handeln, der vereinsamt lebte und nicht fähig war, eine normale Beziehung mit einer Frau zu haben.
Wie sich später herausstellte, hatten die Psychiater nur teilweise recht.

Der Killer wurde jetzt, da er im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stand und die Öffentlichkeit sich vor ihm fürchtete, mutiger und schrieb direkt an den Reporter Jimmy Breslin von der Tageszeitung "Daily News".
Daraufhin erhielt Breslin bei der auflagenstarken Zeitung seine eigene "Son of Sam"- Kolumne. Doch als zunächst keine weiteren Taten geschahen, veröffentlichte Mr Breslin Karten der New Yorker Stadtteile, in denen der Killer gemordet hatte und in denen noch keine Taten geschehen waren. Außerdem spekulierte er, wo die nächste Attacke des "Son of Sam" stattfinden würde.
Diese Spekulationen nahmen ihm einige Polizisten sehr übel. Sie argumentierten, dass Jimmy Breslin den Täter zu neuen Morden animieren würde.

In der Nacht zum 26.Juni 1977 verließ Sal Lupo mit seiner Freundin Judy Placido gegen 3 Uhr die
Charter Arms Bulldog Kal.44
Discothek "Elephas" in Queens. Sal wollte Judy nach Hause fahren.
Als sich beide in Sals Auto auf dem Parkplatz der Diskothek gesetzt hatten und sich über das Gesprächsthema Nr.1 "Son of Sam" unterhielten, wurde der Wagen plötzlich von heftigen Einschlägen erschüttert. Sal nahm zunächst an, dass jemand Steine auf sein Auto geworfen habe.
Während er unverletzt blieb, wurde Judy am Unterarm getroffen. Später stellte sich heraus, dass der Killer 3-mal auf das Fahrzeug geschossen hatte.
Ironischerweise war Detective Coffey nur 15 Minuten vor dem Anschlag in derselben Diskothek gewesen.
Auch dieses Mal konnte der Killer entkommen.

Detective Coffey war es auch, der den Vorschlag machte, dass Polizisten in Zivil mit Mannequins in schusssicheren Autos an den verschiedenen Stellen in der Stadt als Lockvögel platziert werden sollten. Doch dieser Vorschlag wurde abgelehnt. Der Sonderkommission graute es vor dem 29. Juli 1977, den ersten Jahrestag des tödlichen Anschlags auf Donna Lauria.
Sie erwarteten eine neue Attacke. Doch zunächst geschah nichts.

In den
Stacy Moskowitz
frühen Morgenstunden des 31.Juli 1977 suchte sich das Pärchen Stacy Moskowitz und Bob Violante im Auto von Bobs Vater in der Nähe der
Tatort (Spurensuche)
Gravesend Bay ein ruhiges Plätzchen. Bob wollte Stacy zu einem Spaziergang überreden. Doch Stacy hatte zunächst wegen der Vorkommnisse in den vergangenen Monaten Bedenken. Mit den Worten :"Hey, hier ist Brooklyn und nicht Queens !" konnte Bob sie schließlich überreden.
Als er Stacy küssen wollte, bemerkte sie, dass sie von jemandem beobachtet wurden. Bob Violante sah einen Mann, der sich fluchtartig Richtung Parkplatz entfernte. Stacy Moskowitz war jetzt so verängstigt, dass sie sofort zum Wagen zurückkehren wollte. Dann peitschten mehrere Schüsse auf.
Bob wurde von zwei Schüssen ins Gesicht getroffen und auch Stacy sackte mit einem Kopfschuss zusammen. Trotz Notoperation erlag Stacy Moskowitz 38 Stunden später ihrer schweren Verletzung. Bob verlor sein linkes Auge und hat auf dem Rechten nur noch 20% Sehkraft.


Phantom-/ Vergleichsfoto
Einige Tage nach der Tat meldete sich bei der Polizei eine Zeugin.
Mrs Cacilia Davis erzählte den Beamten, dass sie in der Tatnacht in der Nähe des späteren Tatorts mit ihrem Hund Gassi gegangen war. Dabei bemerkte sie einen Mann, der sie scheinbar verfolgte und sich, als Mrs Davis sich umdrehte, hinter Bäumen versteckte. Plötzlich kam der Unbekannte lächelnd auf sie zu. Mrs Davis war sich ziemlich sicher, dass er eine Pistole in der Hand hielt.
Sie konnte den Polizisten eine sehr gute Beschreibung des Verdächtigen geben.

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