David Berkowitz
- Son of Sam -
An dem Abend vor der Attacke auf Moskowitz/Violante wurden in der Straße,
Berkowitz Ford Galaxy
in der auch Mrs Davis wohnte, einige Strafzettel wegen unerlaubten Parkens verteilt.
Am 8.August begann die Überprüfung aller Fahrzeughalter, die dort einen Strafzettel erhalten hatten.
Erst am 10.August 1977 fuhren einige Polizisten in die Pine Street um den Halter eines Ford Galaxy zu überprüfen. Detective John Falotico sah einen schwergewichtigen Mann, der mit einer Papiertüte in der Hand das Haus, vor dem der Ford parkte, verließ. Der Mann hatte eine sehr starke Ähnlichkeit mit der Phantomzeichnung des gesuchten Killers.
Als der Mann in den Ford stieg, schlugen die Polizisten zu. Detective William Gardella hielt dem überraschten Mann seine Dienstwaffe an den Kopf und befahl ihm langsam auszusteigen.

Als Falotico den
Festnahme Berkowitz
Mann fragte, wer er sei, lächelte der Verdächtigte und antwortete:" Sie wissen es doch".
Darauf Falotico:" Nein, wissen wir nicht".
"Ich bin Sam - David Berkowitz" antwortet der Mann.
Noch am selben Tag begann Detective Sergeant Coffey mit dem Verhör des 24-jährigen Postangestellten David Richard Berkowitz aus dem New Yorker Stadtteil Yonkers.
Auf die Frage nach dem Motiv für seine Taten antwortete Berkowitz, der Hund seines Nachbarn Sam Carr, ein Labrador namens Harvey, sei von einem 3000 Jahre alten Dämon besessen und habe ihm die Morde befohlen.
Diese Story versuchte er auch dem Gericht und den Geschworenen plausibel zu machen. Jahre später gestand er, dass er die Dämongeschichte mit Aussicht auf ein mildes Urteil wegen Unzurechnungsfähigkeit erfunden hatte.

David Berkowitz wurde bereits als Baby 1953 von seinen Pflegeeltern Nat und Pearl Berkowitz adoptiert.
Er verbrachte eine normale Kindheit bis seine Adoptivmutter 1967 an Krebs starb.
Als sein Adoptivvater 1971 eine andere Frau heiratete, gab es von Anfang an Spannungen zwischen David und der neuen Frau an der Seite seines "Vaters".
Im gleichen Jahr meldete sich David freiwillig bei der US Armee. In seinen Träumen sah er sich als der große hochdekorierte Kriegsheld, den alle voller Ehrfurcht achteten. Doch in der Realität wurde er statt nach Vietnam nach Korea versetzt. Dort fing er sich bei seinem einzigen Sexualkontakt bei einer Prostituierten gleich einen Tripper ein.
Immer häufiger litt er unter Schuldgefühlen, da ihm seine Adoptiveltern erzählt hatten, dass seine leibliche Mutter bei seiner Geburt gestorben war.

Nachdem er 1974 aus der Armee entlassen worden war, erfuhr er, dass seine wahre Mutter doch noch lebte. Tief von seinen Adoptiveltern enttäuscht wollte Berkowitz jetzt unbedingt seine leibliche Mutter Betty Falco und seine Schwester Rosalyn treffen. In der ersten Zeit trafen sie sich regelmäßig, doch dann erfand David immer öfters Ausreden um seine Mutter nicht besuchen zu müssen.
Vereinsamt, frustriert und voller Minderwertigkeitskomplexe begann Berkowitz in New York Feuer zu legen oder zumindest Feueralarm auszulösen. In seinen Tagebüchern fand die Polizei Einträge über 1488 Brände, die Berkowitz genau protokolliert hatte.

1975 wurde sein Hass auf Frauen so übermächtig, dass er einer Frau, die ein Geschäft verließ, von hinten mit einem Messer in den Rücken stach.
Berkowitz entkam und die Frau überlebte leicht verletzt. Immer wieder wurde er von perfiden, gewalttätigen Fantasien verfolgt.
Als er die 15-jährige Michelle Forman sah, stach er sofort auf sie ein. Doch das Mädchen schrie und wehrte sich so heftig, dass Berkowitz erneut flüchtete. Michelle Forman überlebte schwer verletzt.
Nur 6 Monate später begann Berkowitz mit den Morden. Wie überlegt er vorging, zeigt zum Beispiel die Tatsache, dass er extra nach Texas fuhr, um sich dort die Waffe zu kaufen. Es schien ihm zu gefährlich, in New York eine Pistole zu erwerben, da er dann dort registriert worden wäre. Oft fuhr er an die Orte seiner Taten zurück und masturbierte beim Anblick von Blutflecken, Kreidestriche oder Polizeiabsperrbändern.
Auch zog es Berkowitz zu den Beerdigungen seiner Opfer, doch aus Angst, dass die Polizei die Beisetzungen überwachte, sah er von dem Vorhaben ab. Anschließend versuchte er vergeblich die Grabstellen seiner Opfer ausfindig zu machen.

Am 23.August 1977 wurde David Berkowitz zu einer Gesamtstrafe von 365 Jahre verurteilt.
1979 entging er im Gefängnis nur knapp einer Messerattacke eines Mitgefangenen. Die Wunde an der Kehle musste mit 56 Stichen genäht werden.
1987 konvertierte Berkowitz zum Christentum, nennt sich seitdem "Son of Hope" (deutsch: Sohn der Hoffnung) und verfasst religiöse Pamphlete, die er auf seiner Webseite verbreitet.

Zum
David Berkowitz 2002
ersten Anhörungstermin über eine eventuelle vorzeitige Entlassung im Juni 2002 erschien David Berkowitz nicht.
Erst beim zweiten Termin, am 03.Juli 2002 stellte er sich den Fragen des Ausschusses. Als Grund für sein Nichterscheinen zur ersten Anhörung antwortete er, er sei seelisch noch nicht so weit gewesen. Doch nun sei er dank vieler Gebete bereit.
Der Antrag wurde abgelehnt.
Bei der Anhörung, am 10.06.2004, wurde sein Antrag nach wenigen Minuten erneut abgelehnt. Als Begründung gab der Ausschuss an, dass er sich wohl als Häftling gut führe, aber dass er mit seinen Taten bei den Opfern und deren Angehörigen irreparable Schäden verursacht habe und die Gesellschaft in Furcht vor ihm leben müsste.
Somit bleibt David Berkowitz weiterhin hinter Gittern.
Er hat 2006 wieder die Möglichkeit, einen neuen Antrag auf vorzeitige Entlassung zu stellen.

Update
Am 21.Juni 2006 erschien sein Verteidiger Mark Jay Heller vor den Bewährungsausschuss. Berkowitz selbst hatte angeblich keine Zeit, da er seit geraumer Zeit anderen Häftlingen bei juristischen Fragen berät und unterstützt.
Auch dieses Mal wurde eine Haftentlassung auf Bewährung abgelehnt.
6 Tage später schrieb David Berkowitz, er habe seinem Anwalt nicht die Erlaubnis erteilt, für ihn vor dem Ausschuss um eine Bewährungsstrafe zu bitten. Ganz im Gegenteil, er habe seinem Verteidiger verboten, jemals wieder einen Antrag zu stellen, denn er wolle das Gefängnis nicht mehr verlassen.
Mark Jay Heller erklärte der Presse, er werde auch in zwei Jahren wieder diese Chance nutzen, damit sein Mandant seinen inneren Frieden findet. [sic!]

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