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T ed Bundy wurde am 24.November 1946 als Theodore Robert Cowell im Heim für unverheiratete Mütter in Burlington/Vermont geboren.
Ted Bundy (ca. 1950)Anschließend kehrte die 22-jährige Eleanor Louise Cowell mit dem Baby zu ihren Eltern nach Philadelphia zurück. Seinen leiblichen Vater sollte Ted nie persönlich kennen lernen. Da im damals
erzkonservativen Amerika junge unverheiratete Mütter regelrecht als "Aussatz der Gesellschaft" behandelt wurden, ließ man den kleinen Ted in den Glauben, dass die Großeltern seine Eltern und die Mutter seine ältere
Schwester sei. Im Alter von 4 Jahren zog Ted mit seiner "Schwester" (Mutter) zu Verwandten nach Tacoma/Washington. Ein Jahr später, am 19.Mai 1951, heiratete Eleanor Cowell den Armeekoch John Culpepper Bundy. Dieser versuchte zu dem
intelligenten aber sehr schüchternen Ted eine freundschaftliche Beziehung aufzubauen, doch dass sollte ihm nie ganz gelingen. Der in sich gekehrte Junge hatte durch den Umzug seine einzige Bezugsperson, den Großvater (Vater), verloren.
( Weitere Kinder-/Jugendfotos siehe hier )
In den folgenden Jahren bekam das Ehepaar Bundy noch 4 eigene Kinder. High School Jahrbuch Foto (1963) Teds Aufgabe war es, nach
der Schule auf seine Halbgeschwister aufzupassen. Auf der Hunt Junior High School wurde er oft von seinen Mitschülern geärgert und als Ziel ihrer Streiche missbraucht. Trotzdem schloss Ted die Junior High School mit einem guten
Notendurchschnitt ab und wechselte zur Woodrow Wilson High School. Dort entwickelte er sich zu einem gutaussehenden, vorteilhaft gekleideten jungen Mann, ohne allerdings aus der Masse hervorzuragen. Einige junge Frauen
schienen sich für den immer noch schüchternen Ted zu interessierten, doch der entdeckte zunächst sein Interesse für Politik. 1965 beendete Ted Bundy die High School und erhielt ein Stipendium für die Universität von Puget Sound. Im Herbst
desselben Jahres tauchte Teds Namen wegen mehrerer Diebstähle (u.a. wegen Autodiebstahls) in der Verdächtigenliste der Polizei auf. Allerdings konnte ihm nichts nachgewiesen werden.
Ein Jahr später
wechselte Bundy an der Universität von Washington und begann ein intensives China-Studium. Er zog in eines der Studentenwohnheime in Campusnähe ein und arbeitete nebenbei in zahlreichen Jobs. Unter anderem als Schuhverkäufer, als Fahrer in einem
Hotel und in einem Yachtclub, um sein Studium finanzieren zu können. Stephanie & Ted Doch Ted behielt einen Job nie sehr lange. Er war oft unpünktlich und nicht
besonders zuverlässig. Im Frühjahr 1967 lernte der scheue junge Mann die ein Jahr ältere Stephanie Brooks kennen und verliebte sich sofort in die hübsche Studentin. Sie war, mit ihren langen zum Mittelscheitel frisierten Haaren, seine Traumfrau.
Er konnte es kaum fassen, dass die aus einer reichen kalifornischen Familie stammende Stephanie sich mit einem unbedarften Jungen, der aus einfachen Verhältnissen stammte, einließ. Beide verbrachten viel Zeit miteinander, indem sie lange Spaziergänge machten,
dem gemeinsamen Hobby Skifahren nachgingen oder Ted Stephanie zu romantischen Abendessen einlud. Doch ihm wurde immer schmerzlicher bewusst, dass er ihr eigentlich nichts bieten konnte und er nicht einmal einen fahrbaren Untersatz besaß.
Natürlich merkte Stephanie schnell, dass Ted ein unsicherer Mann ohne jegliche Zukunftspläne war, der aber seine Mitmenschen durch Manipulation zu seinen Gunsten zu beeinflussen versuchte und ihnen mit Lügen imponieren wollte. Währenddessen vernachlässigte Ted
Bundy sein Studium immer mehr.
Als Stephanie Brooks im Juni 1968 ihr Studium an der Universität abschloss, beendete sie die Beziehung und kehrte nach Kalifornien zurück. Für Ted brach eine Welt zusammen. Er gab
daraufhin das China-Studium auf und konzentrierte sich ganz darauf, Stephanie zurückzugewinnen. Gleichzeitig wendete Ted sich noch intensiver der Politik zu. Im Herbst 1968 unterstützte er den afroamerikanischen Kandidaten Art Fletcher, der sich für
das Amt des Senators bewarb. Zunächst arbeitete der schlaksige Ted als dessen Fahrer. Als Fletcher Todesdrohungen erhielt, übernahm Bundy zusätzlich die Rolle des Leibwächters. Nachdem sein Chef die Senatswahl verloren hatte, kam Ted die Idee, mehr über
seine familiäre Vergangenheit in Erfahrung zu bringen. Er besuchte seine Verwandten in Arkansas und Philadelphia. Dort entdeckte er zum ersten Mal seine Geburtsurkunde und musste entsetzt feststellen, dass seine "ältere" Schwester Eleanor in Wirklichkeit
seine leibliche Mutter war. Der am Boden zerstörte Ted reiste weiter nach San Francisco, um die dort lebende Stephanie Brooks zu besuchen. Er versuchte die frühere Beziehung wieder aufleben zu lassen. Doch die, inzwischen als Maklerin arbeitende, junge
Frau zeigte kein Interesse an seinen Annäherungsversuchen.
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