Am 18.Februar bemerkte ein Waldarbeiter einige Kilometer von dem Hotel entfernt, am Snowmass Mountain, in der Luft einen aufgeregten Vogelschwarm,
der über eine Stelle kreiste. Von der Neugier gepackt, begab sich der Arbeiter durch den tiefen Schnee in Richtung der Stelle. Doch was er dort erblickte,
ließ ihn sofort zurückwanken. Im blutgetränkten Schnee lag eine - durch Wildfraß - bereits stark verunstaltete nackte Frauenleiche. Anhand des Zahnschemas wurde die
Leiche als Caryn Campbell identifiziert. Ihr Schädel war von einem stumpfen Gegenstand regelrecht zerbrochen worden, außerdem wies der Körper zahlreiche
tiefe Schnittwunden auf. Ob sie vergewaltigt wurde, konnte nicht mehr festgestellt werden.
Einige Tage später, am 1.März 1975, entdeckten
 Detective Robert Keppelzwei Studenten am Taylor Mountain, nur 16 Kilometer
von dem Fundort der Überreste von Denise Naslund und Janice Ott entfernt, den Kopf von Brenda Ball. Sofort wurde unter der Leitung von Detective Robert "Bob"
Keppel, der der SoKo "Ted" angehörte, eine Suchaktion mit 200 Helfern und Hunden gestartet. Zwei Tage später rutschte Detective Keppel während der Suche an einem Abhang
aus und fiel hin. Als er aufblicke, bemerkte er neben sich einen menschlichen Schädel, der erhebliche Frakturen aufwies. Es war der Schädel der vermissten
Studentin Susan Rancourt. Jetzt wurde deutlich, dass "Ted" diese Gegend als seinen privaten Friedhof benutzt hatte. Man intensivierte die Suche
in dem unwegsamen Gelände und fand schließlich noch den Schädel der, im 420 Kilometer entfernten Oregon, vermissten Roberta Parks. Kurze Zeit später entdeckten die Polizisten
auch den Schädel von Lynda Ann Healy. Außerdem wurden noch vereinzelte Knochen gefunden, die aber nicht mehr den Opfern zugeordnet werden konnten.
Inzwischen hatte die SoKo "Ted" die Verdächtigtenliste auf 200 Personen eingegrenzt und überprüfte zunächst die bereits kriminell auffällig gewordenen Männer.
Ebenso wie in Washington, hörte das Verschwinden der, dem Opfertyp entsprechenden, jungen Frauen in Utah so plötzlich auf, wie es begonnen hatte. Dass sich der
Täter bereits dem Bundesstaat Colorado zugewandt hatte, war zu dem Zeitpunkt den Polizeibehörden noch nicht bekannt. Am 15.März 1975 telefonierte die
26-jährige Skilehrerin und Verkäuferin Julie Cunningham in Vail/Colorado am frühen Abend mit ihrer Mutter und erwähnte nebenbei, dass sie sich bald mit einer Freundin in einer nahe
liegenden Gaststätte treffen wollte. Doch ihre Freundin wartete vergeblich auf sie, denn Julie kam nie in der Kneipe an und blieb verschwunden.
Nach einem
 Denise OliversonStreit mit ihrem Ehemann verließ die 25-jährige Denise Lynne Oliverson am
Nachmittag des 6.April die gemeinsame Wohnung in Grand Junction/Colorado. Wutentbrannt packte sie ihr Fahrrad, um zu ihren Eltern zu fahren. Ihr Mann wartete 2 Tage ab, damit sie
Zeit hatte, sich wieder zu beruhigen. Dann rief er bei ihren Eltern an. Doch sie teilten dem entsetzten Ehemann mit, dass Denise dieses Wochenende nicht bei ihnen gewesen sei.
Als die verständigte Polizei die mögliche Fahrradstrecke am Colorado River entlang, die Denise für gewöhnlich nahm, kontrollierte, entdeckte sie das unbeschädigte Fahrrad und ihre
Sandalen. Doch Denise selbst blieb unauffindbar. 9 Tage später, am 15.April, verschwand die 18-jährige Melanie Cooley, als sie die High School der Kleinstadt Nederland
in Colorado verließ. 8 Tage später entdeckten Straßenbauarbeiter ihre misshandelte Leiche in einer 30 Kilometer entfernt gelegenen Bergschlucht. Ihr Schädel wies schwere
Schlagverletzungen auf, und um ihren Hals war ein schmutziger Kopfkissenbezug verknotet.
Währenddessen lud Ted Bundy im Mai 1975 einige seiner
alten Freunde aus Seattle zu sich nach Salt Lake City ein. Er spielte eine Woche den Fremdenführer und zeigte ihnen die Umgebung. Im darauf folgenden Monat kehrte er für 5 Tage
zu seiner Freundin Liz nach Seattle zurück. Sie besprachen die Einzelheiten für die zu Weihnachten geplante Hochzeit. Am 1.Juli wurde die 24-jährige Shelley K.Robertson
zuletzt gesehen. Ein Polizist bemerkte sie an einer Tankstelle in Golden/Colorado, als Shelley zu einem unbekannten Mann in einen Pickup stieg. Da sie oft als Anhalterin unterwegs
war und niemanden Bescheid sagte, wo sie hin wolle, machte sich zunächst keiner ihrer Bekannten Gedanken, wo Shelley abgeblieben sei.
Sergeant Bob
Hayward von der Utah Autobahnpolizei fuhr am 16.August gegen 2.30 Uhr in dem Vorort Granger Streife, als ihm ein langsam fahrender VW Käfer auffiel. Als Hayward mit seinem
Suchscheinwerfer das Nummernschild des VW Käfers anstrahlten wollte,  Bundys VW Käferstellte dessen
Fahrer sofort sein Licht aus und versuchte mit hoher Geschwindigkeit der möglichen Kontrolle zu entkommen. Nach dem Überfahren von zwei roten Ampeln hielt der langsame VW Käfer schließlich am
Bürgersteigrand an. Der Fahrer stieg aus und kam lächelnd auf den Polizeiwagen von Sergeant Hayward zu und sagte: "Ich schätze mal, ich habe verloren." . Der Unbekannte wies sich
als Theodore Robert Bundy, wohnhaft in Salt Lake City, aus. Auf die Frage Haywards, was er um diese Uhrzeit in dieser Gegend tue, antwortete Bundy, er habe zunächst im Kino
 Ted Bundys "Werkzeug"den Spielfilm "The Towering Inferno" (deut. Titel: "Das flammende Inferno")
angeschaut und habe sich dann auf den Heimweg verfahren. Doch Sergeant Hayward wusste, dass dieser Spielfilm zu der Zeit nicht im Kino von Granger gezeigt wurde. Als sich Bob
Hayward den VW Käfer genauer anschaute, fiel ihm sofort der fehlende Beifahrersitz auf. Außerdem entdeckte er hinter dem Fahrersitz verschiedene Utensilien (eine Skimaske, eine Maske
aus einem Strumpf gefertigt, ein Brecheisen, ein Eispickel, ein Seil, eine Taschenlampe, Handschuhe, Handschellen und Draht). Im Kofferraum lagen große Müllbeutel. Angeblich sei das
alles nur Müll, den er in seiner Wohngegend aufgefunden habe, rechtfertigte sich Ted Bundy. Doch der Polizist glaubte ihm diese Geschichte nicht und nahm Bundy, aufgrund seines seltsamen
Verhaltens und des typischen Einbruchwerkzeugs, zur weiteren Personenfeststellung vorläufig fest. Da aber nichts Weiteres gegen Ted Bundy vorlag, konnte er nach einigen
Stunden das Polizeirevier wieder als freier Mann verlassen.
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