Als ein Gefängniswärter am Morgen des 31.Dezember 1977 gegen 7 Uhr Ted Bundy das Frühstück in die Zelle bringen wollte, schlief dieser scheinbar noch ruhig
 Ted Bundys Zelle nach seiner Flucht und fest in seinem Bett. Der Wärter ließ das Tablett an der Zellentür stehen
und brachte einige Stunden später das Mittagessen. Bundy schien immer noch zu schlafen. Dieses Mal allerdings wollte der Wärter Ted Bundy wecken und sprach ihn an. Als Bundy keine Reaktion zeigte,
hob der Aufseher die Decke hoch und erblickte nur einen Haufen Bücher und Akten. Ted Bundy hatte sich in Luft aufgelöst und war aus der fensterlosen Zelle, trotz verschlossener
Tür, entkommen. Mittels einer Eisensäge, deren Herkunft nie geklärt werden konnte, hatte Bundy in achtwöchiger mühevoller Arbeit aus einer Metallplatte an der Zellendecke,
die als Lampenhalterung gedacht war, fein säuberlich ein 35 x 35 cm großes Quadrat ausgesägt. Das Quadrat konnte er nach Belieben wieder einsetzten, ohne das es auffiel.
Mehrmals war er, nachdem er an Gewicht verloren hatte und so durch die Öffnung passte, auf dem Dachboden des Zellentrakts auf Erkundungstrip gewesen. Dabei entdeckte er eine Öffnung in
der Decke, die ihn direkt in den begehbaren Kleiderschrank in die Wohnung des Justizvollzugsbeamten Robert Morrison führte.
Am Abend des
30.Dezember hörte Ted Bundy, wie Morrison seine Frau ins Kino einlud. Nachdem er sicher war, dass beide die Wohnung verlassen hatten, präparierte Bundy sein Bett, schloss
hinter sich das Loch in der Zellendecke und kletterte dann in den Kleiderschrank in Morrisons Schlafzimmer. Dort tauschte er seine Sträflingskluft gegen Robert Morrisons
Zivilkleidung, nahm noch 2 Pistolen mit und spazierte, wie er später aussagte, in die wunderschöne verschneite Colorado-Winternacht hinaus.
Ted
Bundy Neues FBI-Fahndungsplakat hatte dieses Mal seinen Ausbruch besser geplant als bei der ersten Flucht.
Als man gegen Mittag seinen Ausbruch aus dem Gefängnis bemerkte, hatte sich Bundy zunächst per Anhalter nach Vail/Colorado und dann weiter mit dem Überlandbus nach Denver abgesetzt.
Während in Colorado wieder eine große Suchaktion der Polizei mit Hunden und Straßensperren anlief, landete Ted Bundy auf dem O'Hare-Flughafen in Chicago/Illinois. Das ganze Land machte
sich jetzt über das Unvermögen der Gefängnisleitung und der Polizeibehörden in Colorado lustig. Am 8.Januar erreichte Ted Bundy in einem gestohlenen Auto Tallahassee in Florida.
Dort mietete er unter den Namen Chris Hagen ein 1-Zimmer Appartement in der Nähe der Staatsuniversität von Florida. Als erstes genoss er in vollen Zügen die neu gewonnene Freiheit.
Er hielt sich tagsüber auf dem Campus und der näheren Umgebung der Uni auf. Abends schaute er fern und trank genüsslich sein Bier. Den Lebensunterhalt bestritt er mit Diebstählen von Portemonnaies
und Kreditkarten.
 Nita NearyNur ein paar Blocks von Ted Bundys Zimmer entfernt, lag
das Wohnheim der Chi Omega Studentinnen-Vereinigung. Als die 20-jährige Nita Neary am Samstag, den 14.Januar 1978 gegen 3 Uhr von einer Party zurückkehrte, bemerkte sie, dass die - eigentlich
immer verschlossene und mit einem Zahlenschloss gesicherte - Hintertür des Wohnheimes offen stand. Sie nahm zunächst an, dass der Schließmechanismus der Tür defekt sei. Doch dann sah Nita, wie ein
dunkel gekleideter Mann mit einem großen Ast in der Hand, um den er Stoff gewickelt hatte, fluchtartig das Gebäude verließ. Nita Neary lief in ihr Zimmer und weckte ihre Mitbewohnerin Nancy
Dowdy. Während beide auf den Hausflur noch diskutierten, ob man die Polizei oder nur die Hausmutter verständigen sollte, kam ihnen die blutüberströmte Karen Chandler entgegen gewankt. In deren
Zimmer entdeckten sie die auf dem Bett sitzende, schwer verletzte Kathy Kleiner.
Während sich 
Lisa Levy / Margaret Bowmandie eintreffenden Sanitäter um die Verletzten kümmerten, begannen Polizisten alle Zimmer des Wohnheimes zu durchsuchen. In dem Zimmer Nummer 4 entdeckten die Beamten
 Auffindesituation Margaret Bowmandie tote Lisa Levy. Sie hatte Strangulationsmarken am Hals, eine Verletzung an der
Schulter und ihre rechte Brustwarze war fast komplett abgebissen worden. Zuletzt betraten die Polizisten Zimmer Nummer 9 und fanden dort Margaret Bowman. Ihre Leiche lag mit eingeschlagenem
Schädel in einer Blutlache in ihrem Bett. Der brutale Einbrecher hatte mit einem Ast und äußerster Gewalt auf die schlafenden Studentinnen eingeschlagen. Carol Johnston hingegen hatte
unglaubliches Glück gehabt. Sie hatte sich im Badezimmer die Zähne geputzt, als sie durch den Schlitz der angelehnten Tür eine dunkle Gestalt vorbeihuschen sah. Zunächst schrieb Carol diesen Vorfall
ihrer blühenden Fantasie zu.
Etwa 3,5 Kilometer von dem Chi Omega Wohnheim entfernt, wachte Debbie Ciccarelli gegen 4 Uhr in ihrem Studentenappartement auf. Sie hörte dumpfe
Schlaggeräusche, die aus dem Nachbarappartement, das Cheryl Thomas alleine bewohnte, kamen. Debbie weckte schnell ihre Mitbewohnerin Nancy Young. Sie hörten Cheryl wimmern und alarmierten die Polizei.
Nachdem die Polizisten in Cheryls Wohnung eingedrungen waren, fanden sie sie blutüberströmt im Bett liegend. Der Täter war bereits geflüchtet. Die Kriminalpolizei war sich, aufgrund der an beide Tatorte gefundenen
Baumrindestücke sicher, dass die Taten in dem Wohnheim und in Cheryls Appartement von ein und demselben Täter begangen worden waren. Bei der Durchsuchung der Wohnung entdeckten sie in Cheryls Bett eine
selbst gefertigte Strumpfmaske mit 2 Haarsträhnen.
Am darauf folgenden Tag zeigte sich das ganze Ausmaß des brutalen Überfalles. Der Pathologe Dr. Thomas P.Wood fand bei der Autopsie
der Leiche von Lisa Levy 2 Gebissabdrücke am Gesäß. Des Weiteren stellte er fest, dass sie mit einer Haarspraydose sexuell missbraucht worden war. Karen Kleiner und Kathy Chandler überlebten das
Verbrechen mit Kieferfrakturen, den Verlust ganzer Zahnreihen sowie Kopf- und Schulterverletzungen. Am schlimmsten waren Cheryl Thomas Verletzungen. Ihr Kopf wies 5 Schädelfrakturen auf, das Trommelfell
des linken Ohres war geplatzt (dauerhafte Taubheit) und der Kiefer gebrochen. Außerdem wird Cheryl ihr Leben lang an Gleichgewichtsstörungen leiden.
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