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A m 2.Juni 1946 wurde in der nordenglischen - durch Industrie geprägten - Kleinstadt Bingley/West Yorkshire das erste Kind des Textilarbeiters John Sutcliffe und dessen Frau Kathleen geboren.
Sie gaben dem Jungen den Namen Peter William.  Peter Sutcliffe (ca.1955)Der überglückliche Vater war sich sicher, dass
er seinen Sohn zu einem richtigen Mann erziehen würde, der wie er selbst, an Sport interessiert sei und gerne gesellig nach Feierabend mit den Kollegen im Pub ein Bier trinkt. Aber Peter entwickelte sich
zu einem ruhigen, geradezu schüchternen Jungen, der statt draußen mit seinen Altersgenossen zu spielen, sich lieber bei seiner Mutter in der Küche aufhielt oder mit den 5 jüngeren Geschwistern die Zeit vertrieb.
Insgesamt verlebte Peter eine glückliche Kindheit in einer harmonischen Familie. Auch in der Schule fiel er durch seine Zurückhaltung auf. Er wurde zum Außenseiter, der stets abseitsstand und sich bei
Streitereien zurückzog. Zum Ende seiner Schulzeit war es der heranwachsende Peter aber satt, immer der Außenseiter zu sein. Er begann, sehr zur Freunde seines Vaters, mit dem Bodybuilding.
1961 schloss er die Schule ab, ohne allerdings eine genaue Vorstellung von seiner beruflichen Zukunft zu haben. Zunächst begann Peter Sutcliffe eine Ausbildung zum Maschinenschlosser,
die er nach neun Monaten abbrach, um anschließend in einer Kfz-Werkstatt zu arbeiten. Aber auch dort kündigte er nach kurzer Zeit, um dann für wenige Wochen sein Geld als Gelegenheitsarbeiter zu verdienen.
1962 nahm Peter eine Stelle als Totengräber auf dem örtlichen Friedhof in Bingley an. Diese Arbeit schien ihn zu faszinieren. Seine Kollegen berichteten aber von seltsamen Vorkommnissen. So stieg Peter Sutcliffe
nach Beerdigungen ins offene Grab und öffnete die Särge, um die Toten nach Schmuck zu durchsuchen. Einmal bot er seiner Schwester Maureen 5 Ringe an, die aber ablehnte, als sie erfuhr, woher Peter die
Ringe hatte. Ein anderes Mal, so erzählte sein damaliger Arbeitskollege Laurie Ashton, lief Peter Sutcliffe mit einem Totenschädel, den er aus einem verrotteten Sarg genommen hatte, lachend hinter einer Gruppe
flüchtender Schulmädchen hinterher.
Zu der Zeit traf er auch seine erste Freundin Carol Jones, die in der Nachbarstadt Keighley wohnte. Sie erzählte später, dass der ruhige junge Mann
in ihrer knapp 4-jährigen Beziehung nie aufdringlich wurde und dass das Pärchen nie mehr als leidenschaftliche Küsse austauschte.
Fred Craven 1965 wurde Peter Sutcliffe wegen seiner notorischen Unpünktlichkeit entlassen. Aber schon bald fand er eine neue Stelle bei den Wasserwerken. Im März desselben Jahres fiel Sutcliffe das erste Mal
polizeilich auf. Er hatte ein Motorrad gestohlen und wurde zwei Monate später zu einer Geldstrafe von 5 Pfund (ca. 8 Euro) verurteilt. Im darauf folgenden Jahr lernte er, als er mit
Arbeitskollegen das Royal Standard Pub in Bingley besuchte, die hübsche 16-jährige Sonia Szuma, Tochter tschechoslowakischer Emigranten, kennen. Es war - von ihm ausgehend - Liebe auf den ersten Blick. Am 22.April 1966 wurde der
66-jährige Fred Craven, ein Nachbar der Sutcliffes, ermordet in seinem Büro aufgefunden. Der Täter hatte dem Buchmacher mehrfach mit einem Hammer auf den Kopf geschlagen und dann 200 englische Pfund (ca. 300 Euro)
gestohlen. Zeugen hatten einen jungen dunkelhaarigen Mann mit einer auffälligen Kappe, wie sie damals der bekannte Folksänger Donavan trug, in der Nähe des Tatorts gesehen. Auch Peter Sutcliffe trug oft eine ähnliche
Kappe. Doch wurde er nie von der Polizei verhört und der Mordfall Fred Craven wurde nie aufgeklärt.
Am 22.März 1967 fuhr der 26-jährige Taxifahrer John Tomey mit einem jungen Fahrgast in Richtung
 John Tomey (2003)des Dorfes Oxenhope bei Bingley. Als sie sich auf einer verlassenen Landstraße in einem Moorgebiet befanden, zog der Fahrgast einen
Kugelhammer aus der Jacke und schlug damit mehrfach auf Tomey ein. Dann sprang der Täter aus dem Taxi und schlug auf das Fahrzeug ein. Anschließend wollte er wieder einzusteigen, doch dem am Kopf schwerverletzten
Tomey war es zwischenzeitlich gelungen, die Türen des Taxis zu verschließen. Der Unbekannte flüchtete daraufhin. Erst Jahre später identifizierte John Tomey, der noch heute an den Folgeschäden des brutalen
Überfalls leidet, anhand von Lichtbildvorlagen Peter Sutcliffe als den Täter. Sutcliffe wurde für dieses Verbrechen nie belangt! 1968 verlor Peter Sutcliffe, aufgrund seiner Unpünktlichkeit, erneut seine
Arbeit bei den Wasserwerken. Es folgten einige Stellen als Gelegenheitsarbeiter in verschiedene Fabriken. Ein entscheidender Zwischenfall ereignete sich im September 1969: Sutcliffes Bruder Michael erzählte ihm,
dass er Peters Freundin Sonia in Begleitung eines italienischen Eisverkäufers in einem Pub gesehen habe. Peter Sutcliffe stellte Sonia daraufhin zur Rede, doch sie wich seinen Fragen aus. Sonias Verhalten ging ihm nicht
mehr aus dem Kopf, er musste sich auf irgendeine Art und Weise rächen.
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