Am 23.April 1977 verließ sie gegen Abend ihr
Patricia Atkinson erst kürzlich bezogenes Appartement in der Oak Avenue in Bradford. Ihr Ziel waren die Pubs im Rotlichtbezirk, in denen
sie, aufgrund ihrer Alkoholexzesse, bekannt war. Nachdem die zweifache Mutter, ihre kleinen Töchter lebten beim Vater, bereits einige Kneipen besucht
hatte, landete sie im Carlisle Pub. Dort wurde ab 22.30 Uhr kein Alkohol mehr an Patricia ausgeschenkt, da sie gegenüber anderen Gästen
ausfallend geworden war. Eine halbe Stunde später wankte eine sichtlich angeschlagene Patricia Atkinson, auf der Suche nach Freiern, durch die
Straßen von Manningham Park. Peter Sutcliffe fiel die Prostituierte auf, als sie wütend auf das Dach eines Mini Coopers schlug. Er hielt neben ihr
an, worauf sich Patricia Atkinson sofort in den Ford Corsair setzte. Nachdem man sich auf einen Preis geeinigt hatte, erzählte sie Sutcliffe, dass sie
nicht so eine für die schnelle Nummer in einer schmutzigen Ecke oder auf der Rückbank wäre, sondern eine nahe gelegene Wohnung hätte. Peter Sutcliffe
konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen; jede Hure sucht sich eben ihren persönlichen Friedhof aus.
Am Wohnblock
angekommen, parkte Sutcliffe seinen Wagen unauffällig in dem Hinterhof. Wohnblock,
in dem Patricia Atkinson lebte In der Wohnung zog die Prostituierte ihren Mantel aus, zog die Vorhänge zu und setzte sich mit dem Rücken zu Sutcliffe auf
das Bett, um sich die Hose auszuziehen. Leichter geht es nicht, dachte sich Peter Sutcliffe, und zog schnell seinen Kugelkopfhammer aus der Jacke und
schlug der Ahnungslosen mit großer Kraft auf den Hinterkopf. Patricia Atkinson rutsche mit einem gurgelnden Geräusch zu Boden. Sutcliffe schlug erneut
zweimal zu und zog die Bewusstlose wieder auf das Bett, schob ihren Pullover und den BH hoch, sowie die Hose und den Slip herunter. Dann drehte Sutcliffe
den Hammer und stach mit der spitzen Klaue 6-mal in die Magengegend und in die Seite der Frau. Schließlich deckte er die Sterbende mit der Bettwäsche zu
und verließ das Appartement. Patricia Atkinsons Leiche wurde am Abend des folgenden Tages von einem Bekannten entdeckt. Die Spezialisten der
Spurensicherung konnten auf der Tagesdecke, die vor dem Bett lag, einen blutigen Stiefelabdruck sichern. Es handelte sich, wie im Mordfall Emily Jackson, um Stiefel
der Marke Dunlop Warwick in der Größe 7.
Doch ohne Zeugen und einen Verdächtigen kam die Polizei in ihren Ermittlungen auch nicht
weiter. Nun versuchten es die Beamten mit einem Trick. Auf einer Pressekonferenz erwähnte ein Polizeisprecher, dass man Patricia Atkinsons Adressbuch gefunden
habe. Darin seien die Namen von 50 "Freunden" aufgeführt, und genau diese Bekannten der Prostituierten sollten sich nun vertrauensvoll an die Polizei wenden,
bevor sie ins Rampenlicht der Öffentlichkeit stünden. Doch auch diese Finte blieb ohne Erfolg, und dieser Mord geriet mangels Interesse der Medien und der
Öffentlichkeit schnell in Vergessenheit. Aber mit dem nächsten Mord sollte sich alles das ändern!
Am 26.Juni 1977 entdeckten 2 Kindern
 Jayne McDonald auf einem Abenteuerspielplatz in Chapeltown/Leeds gegen 9.45 Uhr
die blutüberströmte Leiche von Jayne McDonald. Die 16-jährige Schuhverkäuferin war am Vorabend mit Freunden in Leeds feiern und lernt im Verlauf des Abends den
18-jährigen Mark Jones kennen. Beide machten sich gegen 23.50 Uhr auf den Heimweg. Jones hatte Jayne versprochen, dass seine Schwester sie nach Hause fahren würde. Doch seine
 Akribisches Spurensuche am Tatort Schwester hielt sich nicht in der elterlichen Wohnung auf.
Daher machte sich Jayne McDonald alleine gegen 1.30 Uhr auf den direkten Heimweg, wobei sie auch den Rotlichtbezirk Chapeltown durchquerte musste. Sie hatte allerdings keine Angst,
da der Ripper ja bekanntlich "nur" Prostituierte tötete. Peter Sutcliffe hingegen war davon überzeugt, dass er eine Prostituierte beobachtete, als er gegen 2 Uhr die junge
Frau entdeckte. Schnell stellte er seinen Wagen ab, nahm den Hammer und ein Küchenmesser, und folgte seinem potentiellen Opfer. Auf Höhe des Abenteuerspielplatzes
hatte er Jayne aufgeholt und schlug ihr unvermittelt mit dem Hammer auf den Kopf. Dann zog er sie an den Armen in die Dunkelheit des Spielplatzes. Sutcliffe schlug
ihr nochmals auf den Kopf, zog ihre Oberbekleidung hoch und stach ihr mit dem Messer mehrfach in Brust und Rücken. Auf dem Nachhauseweg warf er den Hammer auf dem
Gelände einer Druckerei weg.
Das Verbrechen konnte aufgrund des
CC Ronald Gregory / ACC George Oldfieldgleichen Modus Operandi schnell zu den Morden des Rippers zugeordnet werden.
Nun schaltete sich auch der Polizeichef von West Yorkshire, Chief Constable Ronald Gregory ein und beauftragte den erfahrenen Assistent Chief Constable George Oldfield mit
der Leitung des Ermittlungsteams der Ripper-Morde. Oldfield ließ nichts unversucht. Die Polizei überschwemmte Chapeltown und vernahm 4000 Personen. Es wurde eine kostenlose
Telefonleitung für eventuelle Hinweise zur Tat eingerichtet, täglich Pressekonferenzen abgehalten und ein 45-minütiger Bericht, mit ACC Oldfield als Sprecher, für das britische
Fernsehen gedreht. Doch der erhoffte Erfolg blieb aus. Dieser Mord forderte indirekt ein zweites Todesopfer. Winfred McDonald, Jaynes Vater, verlor jeden Lebenswillen, bekam
Asthma und verstarb zwei Jahre später.
Peter Sutcliffe, der entsetzt war, als er in der Zeitung las, dass er keine
Prostituierte getötet hatte ("Jetzt erst wurde mir bewusst, was für ein Monster ich geworden war ..." [sic!]), hoffte durch einen weiteren Mord das seelische
Gleichgewicht wieder zu finden. Nur zwei Wochen nach der letzten Tat, war Sutcliffe wieder in Bradford auf der Suche. Aber er musste nun vorsichtiger agieren. Viele
Prostituierte achteten aufeinander. Sobald eine in den Wagen eines Freiers stieg, notierte sich eine anderen das Kennzeichen. Außerdem bemerkte er in den einschlägigen
Pubs viele Zivilpolizisten, die dort auffällig unauffällig herumlungerten.
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