John Wayne Gacy jr.
- Der Clown mit den zwei Gesichtern -
Um 0.40 Uhr verabschiedete sich der 52-jährige John Gacy mit den Worten: "Kiss my ass" (~"Leckt mich am Arsch") von dieser Welt.
Ort der Hinrichtung
Doch plötzlich wurde es hektisch.
Nach Verabreichung der ersten beiden Mittel Thiopental (Schnelle Bewusstlosigkeit) und Pancuroniumbromid (Muskellähmung), verstopfte die Kanüle. Gacy, der noch nicht bewusstlos war, rang sichtbar nach Atem. Schnell zog einer der Wärter den Vorhang wieder zu. Der zeitgesteuerter und automatisierte Verabreichungsvorgang musste unterbrochen werden. Die Techniker wechselten die Kanüle und man verabreichte Gacy das dritte Mittel, Kaliumchlorid, um einen Herzstillstand zu bewirken. Der Vorhang wurden wieder geöffnet.
Erst um 0.58 Uhr stellte ein Arzt den Tod von John Wayne Gacy fest. Während vor dem Gefängnis die Menschenmassen jubelten ("Turn that frown - upside down - they have just fried the clown") - einige der wenigen anwesenden Gegner der Todesstrafe zündeten Kerzen an -, sagte der Staatsanwalt William Kunkle trocken zu der Presse: "Er hatte trotzdem einen leichteren Tod als all seine Opfer."
Um 3 Uhr wurde Gacys Leiche heimlich in ein nahes Krankenhaus geliefert. Dort wurde sein Gehirn von der Gerichtsmedizinerin Dr. Helen Morrison untersucht. Sie konnte aber keinerlei Auffälligkeiten feststellen. John Wayne Gacy jr. wurde in das Grab seines Vaters beigesetzt.

Doch noch war die Akte John Gacy
Der Wohnblock in Northwest Side
nicht für immer geschlossen. Am 23.November 1998 begann die Polizei in dem Stadtteil Northwest Side in Chicago hinter dem Haus, in dem Gacys Mutter Marion gelebt hatte, mit der Suche nach weiteren Opfern des Serienkillers.
Den Tipp gab William Dorsch, ein Privatdetektiv und ehemalige Polizist, der angeblich John Gacy in einer Nacht im Jahr 1975 gegen 3 Uhr mit einer Schaufel dort gesehen habe. Auf die Frage von Dorsch, was er dort um die Uhrzeit mache, hätte der dickliche Mann nur gelächelt und gesagt, er müsse noch eine unerledigte Arbeit zu Ende bringen.
Trotz Einsatz modernster Messgeräte entdeckten die Polizeitechniker nichts, außer einen flachgewalzten Kochtopf und einen Betonbrocken. Vergeblich hatten, in der Hoffnung auf eine große Sensation, TV-Sender ihre Helikopter und Übertragungswagen zum Ort des Geschehens geschickt.
Einige Gegenstände aus John Wayne Gacys Privatbesitz und natürlich seine Clownportraits kann man heute noch, unter anderem auch im Internet, zu horrenden Preisen käuflich erwerben.
( Weitere Fotos siehe hier )

Achtung:
Die Fallakte "John Wayne Gacy Jr." oder Teile dieser Fallakte (z.B. Bilder) dürfen in der vorliegenden Form nur mit Genehmigung von Klaus Makarewicz ( ) weiterverwendet werden !

Filme
Gacy
To catch a Killer

Bücher
Buried Dreams
Killer Clown
The Chicago Killer
The Man who killed Boys
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